Kartoffeldenkmal in Beuchlitz/Holleben

1778/1779 gab es den Erbfolgekrieg, welcher vom Preußenkönig Friedrich II. gegen Kaiser Joseph II. geführt wurde. Die bayerische Linie der Wittelsbacher gab es im Jahre 1777 nicht mehr.

Die Ansprüche des rechtmäßigen Erben (Karl Theodor von Pfalz-Zweibrücken) erkannte Joseph der II. nicht an. Daher marschierte Friedrich II. mit einer Armee von etwa 80.000 Mann in Böhmen ein. Diese Armee hatte aber nur Hin- und Her-Märsche, ohne dass es zu richtigen Kampfhandlungen kam. Die Kampfhandlungen beschränkten sich wohl um den Kampf nach Kartoffeln auf den Äckern. Daher wurde dieser Krieg spöttisch von den Preußen als Kartoffelkrieg bezeichnet.

Der Krieg endete mit einem Friedensschluss 1779 in Teschen (heute Cieszyn/Polen). Der in Beuchlitz (heute Ortsteil von Holleben) als Gutsherr bekannte Oberst Hans Christoph von Billerbeck hat das Denkmal nach seiner Rückkehr aus dem Krieg als Erinnerung an den Friedensschluss errichten lassen. Die Inschrift ist heute nicht mehr erkennbar.

Sie soll gelautet haben(Auszug aus der Hallischen Zeitung (Schwetschke) vom Januar 1881):

In memoriam laetre pavis reparatae nu.C.Lapidam erevit die XIII Maii MDCCLXXIX

„Zur Erinnerung an die glückliche Wiederherstellung des Friedens wurde dieser Stein zum 13.Mai 1779 errichtet.“

Das Denkmal steht in diesem Jahr nun 240 Jahre, es verwittert und wird sicher nicht mehr viele Jahre erhalten bleiben, wenn nichts passiert. Der Heimatverein Holleben will das Denkmal in 2019 renovieren lassen und spätestens zum Tag des offenen Denkmals am 08.September 2019 der Öffentlichkeit mit einer kleinen Feier übergeben. Die alte Inschrift (mit Übersetzung) wird auf entsprechenden Tafeln am Denkmal angebracht.